Liebe kennt keine Grenzen

Szenen einer Städtepartnerschaft 

Ausstellung zur Geschichte der Community- und Pride-Kooperation zwischen München und Kyjiw

Eine Ausstellung von Munich Kyiv Queer und Münchenstift GmbH
mit Collagen vom Designerduo Braty

Liebe kennt keine Grenzen

Angefangen hat alles im Sommer 2012. Damals waren aus Münchens Partnerstadt Kyjiw drei LGBTI*-Aktivist*innen nach Bayern gereist, um als Ehrengäste am Christopher Street Day teilzunehmen, der in dem Jahr unter dem Motto „Fight for Global Rights – Solidarität kennt keine Grenzen“ stand. Bei der größten Veranstaltung der LGBTI*-Community im süddeutschen Raum demonstrieren jedes Jahr Zehntausende Lesben, Schwule, Bi-, trans* und inter* Personen für gleiche Rechte und Akzeptanz. 

 

Die Schicksale der drei Ukrainer*innen berührten die Menschen in München so sehr, dass sie beschlossen zu handeln. So entstand die Kontaktgruppe Munich Kyiv Queer, die sich bis heute mit einer Vielzahl politischer Aktionen, kultureller Veranstaltungen und praxisorientierter Workshops für die Menschenrechte von LGBTI* in der Ukraine einsetzt. Die Städtepartnerschaft zwischen Kyjiw und München ist die Basis dafür.


Lesben, Schwule, Bi, Trans* und lnter* leiden an vielen Orten der Welt unter Entrechtung, Verfolgung und Übergriffen, auch in der Ukraine. Homosexualität ist dort zwar seit 1991, als das Land von der Sowjetunion unabhängig wurde, nicht mehr strafbar. Die meisten Leute aber wissen wenig über Homo- und Trans*-Sexualität, entsprechend misstrauisch begegnen sie dem Thema.

In den vergangenen Jahren ist die Bevölkerung immer offener für die Belange queerer Menschen geworden, weil die LGBTI*-Community ihre Anliegen - auch mit Unterstützung aus dem Ausland - sichtbar vertreten konnte. Eine Minderheit lautstarker Nationalist*innen und Religiöse aber bekämpfen LGBTI*, wo sie nur können. Sie greifen Menschen aus der Community an, ihre Organisationen und sie schrecken nicht vor Gewalt zurück. Der Staat schützt die Betroffenen nur unzureichend.

Die Ausstellung „Liebe kennt keine Grenzen. Szenen einer Städtepartnerschaft“ zeigt besondere Momente im Miteinander der Lesben-, Schwulen-, Bi-, Trans*- und Inter*-Gruppen beider Städte. Das Designerduo Braty, Zwillingsbrüder aus Kyjiw, hat die Geschichten ihrer Protagonist*innen in opulent-bewegte Collagen verwandelt. 

LGBTI*: Englisch für Lesben, Schwule, Bi-, trans* und inter* Personen. Der Stern (*) steht für alle Menschen, die sich einer der genannten Kategorien ihrer sexuellen Orientierung und/oder Geschlechts-Identität wegen nicht zugehörig fühlen.
 
Community: Englisch für Gemeinschaft. Die LGBTI*-Community meint die besonders vulnerable soziale Gruppe von Lesben, Schwulen, Bi-, trans* und inter* Personen.

Mama Bavaria

2016 konnte ich das erste Mal zum KyivPride fahren. Im Jahr davor mussten die Protestierenden vor dem rechten Mob flüchten; ein Polizist wurde lebensgefährlich verletzt. Es war ein Jahr voller Chaos und Gewalt.

 

Und nun wollte ich an eben diesem Pride selbst teilnehmen. Dabei waren diesmal noch mehr Gegendemonstrant*innen da - also noch mehr Gewalt? Ich hatte Angst. Mir wurde auf einen Schlag bewusst, was es für die Aktivist*innen in der Ukraine bedeutet, dort für Rechte von LGBTI* einzutreten und wie mutig die Leute sind. Sie zeigen ihre Gesichter auf Plakaten, im Internet, bei TV-Diskussionen, in den Nachrichten. Und laufen immer Gefahr, auf der Straße erkannt und verprügelt zu werden, was leider auch häufiger passiert. Trotzdem machen sie immer weiter.

 

Ich traute mich trotzdem hin. Da waren überall Absperrgitter, Hunderte von Polizist*innen, rechte Gruppen und religiöse Eiferer. Ich hörte Beschimpfungen, Drohungen, blanken Hass. Zur gleichen Zeit erschoss in Orlando/Florida ein Amokschütze 49 Menschen in einem queeren Club. Während wir für LGBTI*-Rechte in der Ukraine marschierten, starben in den USA Menschen. 

 

Die Polizei in Kyjiw hat die Demonstration gut geschützt; mit dem Sicherheitskonzept ging zum Glück alles gut. Von dem Unglück in Orlando erfuhren wir erst nachmittags.

 

Seit dem KyivPride 2016 weiß ich, was es heißt, für Gleichberechtigung, Toleranz und Akzeptanz zu kämpfen. Seit damals bin ich viel stärker politisch und ehrenamtlich engagiert. Seitdem reise ich mehrmals pro Jahr in die Stadt. 

 

2018 bekam ich zum ersten Mal Besuch aus Kyjiw. Am Tag, bevor meine Freunde eintrafen, bin ich zur Theresienwiese, habe von mir ein Selfie mit der Bavaria hinter mir gemacht und es nach Kyjiw geschickt. Der Text: ‚Mama Bavaria wartet auf Euch‘.

 

Meine Freunde haben allerdings nur mich wahrgenommen. Die kleine Statue im Hintergrund haben sie gar nicht bemerkt. Seitdem nennen sie mich nur noch Mama Bavaria. Für mich als Franken ungewohnt, aber irgendwie auch eine Ehre

 

KyivPride, 2016

Thomas Kaiser war von Anfang an dabei. Bei Munich Kyiv Queer hat er lange die Isharhechte vertreten, den lesbisch-schwulen Schwimmverein Münchens. Als er 2016 das erste Mal mit zum Pride nach Kyjiw fuhr, hat er sich in Stadt und Land verliebt. Seitdem reist er oft auch allein dorthin  und engagiert sich für alle möglichen Herzensangelegenheiten, die die Lage von LGBTI* in der Ukraine verbessern helfen. Er hat in seiner neuen Lieblingsstadt gute Freunde gefunden

 

Foto-Credits: Thomas Kaiser, Kamil Safin

Wie alles begann

2012 war die Lage für LGBTI* in unserer Partnerstadt Kyjiw verheerend, Übergriffe und Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bi-, trans* und inter* Leute gehörten zum Alltag. Noch im selben Jahr sollte das Parlament der Ukraine ein Gesetz gegen so genannte Gay-Propaganda nach russischem Vorbild diskutieren. Wir wollten den Aktivist*innen vor Ort bei ihrem ersten Pride im Kampf um Menschenrechte helfen. Dass der Versuch scheiterte, einen Marsch abzuhalten, weil uns die Polizei nicht schützen wollte, war frustrierend. Zwei Aktivisten wurden verprügelt. 
 
Am Ende ist daraus aber etwas viel Größeres geworden. Damals habe ich mich in diese Stadt verliebt und mir war klar, dass ich wieder kommen würde. Der Kampf der Aktivist*innen gegen Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung hat mich so motiviert, dass ich sieben Jahre lang dabei sein musste. Schon 2013 gelang der erste Pride-Marsch. Dass mit Munich Kyiv Queer gleichzeitig eine Kooperation auf ganz vielen Ebenen entstand, finde ich einfach wunderbar.
 
Ohne den Rückhalt aus München wäre die Community in Kyjiw nicht so weit gekommen, wie sie heute ist. Das ist großartig und erfüllt mich mit Freude und Stolz. Kyjiw hat gezeigt, dass es sich lohnt, für Menschenrechte auf die Straße zu gehen und dass wir – vor allem gemeinsam – etwas bewegen können

 

KyivPride, 2012

Lydia Dietrich war knapp 20 Jahre lang Stadträtin der Grünen im Münchner Rathaus. Seit jeher hat sie sich für LGBTI*- und Frauenrechte eingesetzt. 2012 war Lydia das erste Mal in Kyjiw, als sie mit Sascha Hübner, damals Berater im Münchner Schwulenzentrum Sub, der Einladung einiger ukrainischer LGBTI*-Aktivist*innen zum KyivPride folgte. München sollte als Partnerstadt die Community offiziell bei ihrem ersten Pride unterstützen. Heute führt Lydia Dietrich die Geschäfte der Frauenhilfe München

 

Foto-Credits: Collage: Vilmos Veress; Portrait: privat

Das Recht, Mensch zu sein

Geschichtsgeschehen daraufhin zu untersuchen, inwiefern es das Privatleben eines Menschen berührt, das fordert der Publizist und Journalist Sebastian Haffner schon lange. Es gibt bedeutende historische Ereignisse, die in der Wirklichkeit der Menschen nichts verändern, andere dagegen lassen keinen Stein auf dem anderen.

 

Der große Wert der Ausstellung „Kein Recht, sie selbst zu sein“ der ukrainischen Fotografin 

Natalia Roi liegt für mich darin, dass sie diesen Intensitätsunterschied dokumentiert und sichtbar macht. Zu einer Zeit, als ein Gesetzentwurf gegen so genannte Gay-Propaganda wie in Russland 

das neutrale oder positive Sprechen über Homosexualität unter Strafe stellen wollte, machte Roi sich auf den Weg und fotografierte Lesben aus der gesamten Ukraine. Und bat die Porträtierten um ein Statement zu ihrer Situation.

 

Auch wenn das geplante Gesetz angesichts der weiteren politischen Entwicklung in der Ukraine bald kein Thema mehr war, hat es das Privatleben vieler Menschen berührt und dort auch Verheerungen angerichtet. 

 

Die Diskussionen darüber haben Familien auseinandergerissen, Freundschaften sind in die Brüche gegangen, Menschen haben Gewalt erfahren und überlegt, ihre Heimat zu verlassen.

 

Mir war wichtig, mit der Ausstellung und den Veranstaltungen dazu alle Münchner*innen auf die Situation von Lesben in der Ukraine aufmerksam zu machen. Den Ausstellungsort im Kulturzentrum Gasteig habe ich bewusst gewählt, um auch diejenigen zu erreichen, die sich vielleicht freiwillig nicht damit auseinandersetzen würden.

 

In der Ukraine können die Werke bis heute nicht gezeigt werden, weil wir die fotografierten Frauen schützen wollen. Wir dürfen, können und wollen sie aber in Kyjiws Partnerstadt München präsentieren. Damit möglichst viele begreifen: Alle Menschen haben das Recht, sie selbst zu sein

 

Ausstellung „Kein Recht, sie selbst zu sein“ im Kulturzentrum Gasteig, 2014


Sibylle von Tiedemann hat Munich Kyiv Queer im Herbst 2012 mit gegründet und war lange Zeit Sprecherin der Gruppe. Seitdem hat sich die Historikerin für die Ukraine stark gemacht. Fast jedes Jahr ist sie nach Kyjiw und Odesa zum Pride gefahren. Besonders wichtig aber war ihr 2014 die Ausstellung „Kein Recht, sie selbst zu sein“ im Gasteig, Fotoportraits lesbischer Frauen in der Ukraine, die über das Leben in einem homo- und trans*-phoben Land erzählen. So haben viele Menschen von deren Schicksal erfahren. Seit damals hat sich zum Glück vieles zum Besseren gewendet 

Foto-Credits: Collage: Thomas Kaiser; Portrait: Uli Bormuth

Regenbogenfamilien!

Munich Kyiv Queer kenne und schätze ich von Tag eins an. Was sich in all den Jahren innerhalb der Szenepartnerschaft mit Kyjiw entwickelt hat, ist wirklich phänomenal! Ich habe großen Respekt vor den Anstrengungen aller Beteiligten und freue mich immer, wenn eine Delegation aus der Ukraine zu Besuch ins Regenbogenfamilienzentrum kommt. 

 

In der Ukraine gibt es natürlich bereits eine Reihe von LGBTI*-Menschen, die Eltern sind. Auch unter Jüngeren ist der Kinderwunsch durchaus Thema. Doch die Bedingungen dafür sind für beide Gruppen alles andere als gut: Es gibt wenige bis keine Informationen und fast keine Vorbilder. So entschied ich mich vor ein paar Jahren in einem ersten Schritt, ein Online-Portal für Regenbogenfamilien zu fördern, weil mir sehr daran gelegen war, Menschen Wissen zugänglich zu machen, deren Alltag noch stärker von Homo-, Trans*- Phobie und Heteronormativität geprägt ist als unserer. 

 

Im vergangenen Jahr dann sollte mit Hilfe von Munich Kyiv Queer mein Handbuch „Regenbogenfamilien“ für die Ukraine übersetzt werden. Der Prozess war arbeitsintensiv und spannend; Krisen gab es natürlich auch. Im September 2019 durfte ich das Buch in Kyjiw präsentieren: Was für ein tolles Gefühl! 

 

Wie warmherzig ich in dieser schönen Stadt willkommen geheißen wurde, welch spannende Gespräche wir führten und wie viele Menschen sich für dieses Buch interessiert haben. Diese Momente werde ich nie vergessen! Kyjiw, ich komme wieder

 

Lesereise, Präsentation des Handbuchs „Regenbogenfamilien“ in Kyjiw, 2019


Stephanie Gerlach, Sozialpädagogin, Autorin, Aktivistin. Seit 25 Jahren klärt sie über gleichgeschlechtliche Lebensweisen auf, zunächst in der Arbeitswelt, mittlerweile sind Regenbogenfamilien ihr Schwerpunkt. Mit anderen Frauen hat Stephanie früh den Verein LesMamas für lesbische Mütter ins Leben gerufen und ab 2013 das Münchner Regenbogenfamilienzentrum aufgebaut, in dem sie heute arbeitet. 2017 wurde es eröffnet und empfängt seitdem regelmäßig auch Gäste aus der Ukraine. Stephanie lebt mit Frau und gemeinsamer Tochter in München 

Foto-Credits: Collage: Andrii Zarytskyi; Portrait: Barbara Stenzel 

Strictly Ballroom

Es war der letzte Tag der Woche, den ich als Gast des CSD in München verbringen durfte. Wir waren alle zur Party eingeladen, für die die Stadt am letzten Abend der PrideWeek das Rathaus öffnet. Das Ganze war beeindruckend, denn für mich als Ukrainerin ist es unvorstellbar, dass das Hauptgebäude der Stadt, dieser heilige Ort, für eine Feier hergerichtet wird, noch dazu für eine queere! Das ist wirklich revolutionär. 

 

Wir sind mit Anzhela und Natalia, zwei Müttern von TERGO, hin gegangen und haben ein paar Stunden wie verrückt getanzt. Alles war so gut organisiert, mit unterschiedlicher Musik in verschiedenen Sälen, gut gekleideten Leuten, alle sehr freundlich. Aber der schönste Moment war, als ich den Ballsaal betrat. Da tanzten 15, vielleicht 20 Paare Walzer, Frauen mit Frauen und Männer mit Männern! Es war so wunderbar sinnlich, so stilvoll und elegant und so entspannt! Einfach atemberaubend. 

 

Ich habe ein kleines Video davon gemacht und schaue es mir von Zeit zu Zeit an. Es gibt mir Hoffnung, dass eines Tages auch in der Ukraine etwas Ähnliches möglich sein wird!

 

CSD München, RathausClubbing, 2018


Maryna Shevtsova ist Projektkoordinatorin der Elterninitiative TERGO in Kyjiw. Die Organisation bringt Eltern von Lesben, Schwulen, Bi, Trans* und Inter* in der ganzen Ukraine zu Selbsthilfe und politischer Arbeit zusammen. 

Foto-Credits: Collage: Kornelija Rade; Portrait: Aleksandr Dvernitskiy

Trans*Formation

Zu hören, unter welch schwierigen Bedingungen trans* Menschen in der Ukraine leben, zeigt uns jedes Mal, wie privilegiert wir doch in Deutschland sind und wie glücklich wir uns schätzen können, hier zu leben. Wir treffen in München regelmäßig trans* Leute aus unserer Partnerstadt Kyjiw, um uns über die Situation von LGBTI* in beiden Ländern auszutauschen.

 

Die Probleme innerhalb der Communitys sind im Grunde sehr ähnlich. Obwohl die rechtliche wie auch medizinische Versorgung für trans* Personen hierzulande deutlich besser sind, hat sich in Kyjiw in den vergangenen Jahren doch einiges getan. Langsam, sehr langsam, aber dennoch. Jede Begegnung mit den Ukrainer*innen ist einzigartig und wir empfinden sie als riesengroße Bereicherung. Wir freuen uns auf viele weitere Besuche

 

Munich Kyiv Queer, Workshop-Reihe „Community Building und Ehrenamt“, 2014 bis 2019

Christian Schabel-Blessing und Jonas Fischer empfinden sich längst als fester Bestandteil von Munich Kyiv Queer, obwohl sie offiziell gar keine Mitglieder sind. Die beiden trans* Männer unterstützten die Arbeit der Gruppe von Anfang an und empfangen immer wieder Aktivist*innen aus der Ukraine, wenn die zum CSD oder zu Workshops nach München kommen. Seit vielen Jahren sitzen sie im Vorstand des Vereins TransMann und leiten die Regionalgruppe München. Die Organisation ist für alle da, die sich dem Geburtsgeschlecht „Weiblich“ nicht oder zumindest nicht ganz zugehörig fühlen 

 

Foto-Credits: Christian Schabel-Blessing/Jonas Fischer: Alexander Deeg; Maibaumtafeln: Robert C. Rore

Völkerfreundschaft

Dieses Foto habe ich 2019 in Saporischschja mit Teilnehmer*innen des bayerisch-ukrainischen Jugendaustauschs aufgenommen, ein paar Tage vor unserem Marsch "100 Meter Stolz“, den wir zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*-Phobie IDAHoBIT geplant hatten. Das Bild vor dem Regenbogen, dem Hauptsymbol der LGBTI*-Bewegung, erfüllt mich mit Stolz und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. 2020 hätten wir in Saporischschja fast unseren ersten Pride veranstaltet, aber wegen Corona mussten wir ihn absagen. Trotzdem: Die Ukraine verändert sich - langsam, aber stetig. Das inspiriert mich.

 

Es ist interessant zu wissen, dass der Platz mit dem Regenbogen und den dazugehörigen Kaskaden historisch ein ganz anderes Anliegen hatte. Das Denkmal wurde 1974 zu Sowjetzeiten errichtet, wohl für die Völkerfreundschaft. Was LGBTI*-Rechte angeht, war das eine äußerst dunkle Periode unserer Geschichte. 

 

Viele Jahre lang hat sich die Bevölkerung hier unter freiem Himmel versammelt, um Filme zu schauen oder zu Diskomusik zu tanzen. Seit 2010 ist das Denkmal auch für die lokale LGBTI*-Community wichtig. Gender Z begann damals nämlich, dort Regenbogen-Flashmobs durchzuführen. Wir können also mit Fug und Recht behaupten, dass sich die Lesben, Schwulen, Bi-, trans* und inter* Menschen der Stadt hier zum allerersten Mal öffentlich gezeigt haben – ein historischer Ort. 

 

Diese Anekdote haben wir unseren neuen Freund*innen aus Bayern nur allzu gerne erzählt, als sie bei uns zu Besuch waren. Wir besetzen den öffentlichen Raum und das motiviert uns

 

Bayerisch-ukrainischer Jugendaustausch für LGBTI*-Aktivist*innen, 2019


Rostyslav Milevskyi leitet die regionale LGBTI*-Organisation Gender Z in Saporischschja im Südosten der Ukraine. Seit Jahren kämpfen sie gegen Homo- und Trans*-Phobie in der ukrainischen Gesellschaft, organisieren Proteste, Veranstaltungen, Kampagnen und suchen dafür vor allem die Unterstützung Ehrenamtlicher. Mit Munich Kyiv Queer arbeitet Gender Z seit Langem eng zusammen 

Foto-Credits: Collage: Rostyslav Milevskyi, Portrait: Rostyslav Milevskyi

Unisono solidarisch

Olena: Das Tolle an Munich Kyiv Queer ist diese gegenseitige Unterstützung, die sie organisieren. Da steckt viel Liebe drin. Bevor ich begann, für die Gay Alliance Ukraine in Kyjiw zu arbeiten und Teil von Munich Kyiv Queer wurde, hätte ich so etwas nicht zu träumen gewagt: Dass Lesben, Schwule, Bi, Trans* und Inter*, die fast 2000 Kilometer von dir entfernt leben, zum Beispiel ein Benefizkonzert veranstalten, um uns in der Ukraine mit den Queer Homes zu helfen, obwohl sie dich persönlich gar nicht kennen. Aber genau das tut Munich Kyiv Queer. 

 

Eine Aktion, die mich besonders berührt hat, war vergangenes Jahr, als im August der LGBTI*-Chor Monadessa aus München nach Odesa kam, um sich während des Pride dort an unserem queeren Chorfestival Q-Fest zu beteiligen. Das gibt es erst seit zwei Jahren. Freilich sprachen die Münchner*innen kein Ukrainisch und konnten nicht mithalten, als wir während der Demo unsere Botschaften riefen. Sie haben dann einfach angefangen zu singen und die Ukrainer*innen, die um sie herum standen, stimmten mit ein. Das war so ein großartiges Gefühl von Einheit und Solidarität!

 

Stefan: Normalerweise ist unsere Marja nicht so leicht zu beeindrucken. Jetzt aber steht unsere Chorleiterin wortlos da im Scheinwerferlicht, das in gelb, lila und rot über ihre Wangen streift. Mit Tränen in den Augen, müde, erschöpft. Aber sie strahlt alle an. Ein überwältigendes Lächeln, das zeigt, was sie jetzt denkt: Danke, dass ich hier sein darf. Danke, dass ihr da seid. 

 

Ich schaue mich um. Ich sehe Tränen des Glücks. So viele Emotionen bewegen die Frauen und Männer um mich herum. Es ist schwer, sich dem zu entziehen. Es berührt mich zutiefst. 

 

Die ganze Anspannung löst sich. Ich denke an die vielen Proben, die der Chor in München hinter sich gebracht hat. Aber mehr noch spiegelt die Freude all die neuen Erfahrungen, die wir hier mit unseren Gastgeber*innen in Odesa gemacht haben. ‚Ne khovaj ochej‘, ukrainisch für ‚Wende deinen Blick nicht ab‘, haben wir eben noch alle gesungen.

 

Dieser Moment zeigt mir, wofür ich mich ehrenamtlich engagiere. Er steht repräsentativ für die Arbeit von Munich Kyiv Queer: Immer geht es darum, Menschen zusammenzuführen und dabei die Gemeinsamkeiten zu unterstreichen. Verbindet uns nicht alle die Liebe zur Musik?

 

OdesaPride, Q-Fest, 2019


Olena Hanich ist Programmkoordinatorin der Gay Alliance Ukraine in Kyjiw. Die LGBTI*-Organisation versucht, die Öffentlichkeit für die Belange queerer Menschen zu sensibilisieren. Dafür mobilisieren sie Aktivist*innen aus der ganzen Ukraine, so in ihren Queer Homes. Außerdem organisieren sie einmal im Jahr den OdesaPride. Stefan Block ist wie Olena Mitglied von Munich Kyiv Queer; beide sind sehr umtriebig. Im vergangenen Jahr hat Stefan für das LGBTI*-Chorfestival in Odesa den Projektchor Monadessa mitbegründet und die Delegation ans Schwarze Meer geführt. 2020 hätte das Ensemble beim KyivPride auftreten sollen, was wegen der Coronakrise aber leider nicht möglich war 

Foto-Credits: Collage: Marie-Pierre Beckius, Lorenz Kloska, Stefan Block; Portraits: Stanislav Mishchenko, Conrad Breyer 

Mutterliebe

Es war 2016, als ich in Kyjiw das erste Mal auf die Elterninitiative TERGO traf. Ich spürte sofort die Herzenswärme und Akzeptanz dieser Mütter, als ich, eine lesbische Frau, den Raum betrat. Ein Gefühl von Vertrauen stellte sich ein, das ich von meinen eigenen Eltern im freilebenden Deutschland nicht kannte.

 

Ich bin in einer erzkonservativen Gegend aufgewachsen. Meine eigene Kindheit war von harter Erziehung geprägt und hier in Kyjiw öffneten sich für mich die Herzen dieser ukrainischen Mamas, die mich nie zuvor gesehen hatten. Sie alle waren entschlossen, ihre ganze Kraft für ihre queeren Kinder einzusetzen, für die sie sich Akzeptanz wünschten in einem Land, in dem die Selbstmordrate unter LGBTI* an Schulen kontinuierlich wuchs. Dafür tun sie bis heute einiges: Ihre Kampagnen öffnen die Herzen anderer Eltern.

 

Über TERGO lernte ich in München später die Schuldirektorin Svitlana Zemliana kennen, die mit einigen anderen Müttern nach Bayern gereist war, um sich mit deutschen Elterninitiativen und dem Aufklärungsprojekt München, die an Schulen über das Leben von Lesben, Schwulen, Bi-, trans* und inter* Leuten informieren, über deren Arbeit auszutauschen. Svitlana übernachtete bei mir, so dass wir immer wieder miteinander ins Gespräch kamen. Ihre Idee, das Thema „LGBTI* als Menschenrecht“ an der eigenen Schule einzuführen, imponierte mir sehr. Ich bin für diese Begegnung bis heute dankbar

 

KyivPride, Besuch bei TERGO, 2016

Kerstin fand über ein Kiss-In vor dem russischen Generalkonsulat in München zu Munich Kyiv Queer. Die Gruppe demonstrierte 2013 gegen das so genannte Gay-Propaganda-Gesetz, das es Menschen in Russland verbietet, in Gegenwart von Kindern positiv über Homo- und Trans*-Sexualität zu sprechen. Ihren ersten und zugleich tiefgründigsten Eindruck von Kyjiw bekam Kerstin 2015, als sie auf dem Pride mitlief. Das war damals noch lebensgefährlich, aber die Queer-Aktivistin beschloss, sich davon nicht abschrecken zu lassen und reiste fortan immer wieder nach Kyjiw, um ihre Freund*innen vor Ort im Kampf um Menschenrechte zu unterstützen

 

Foto-Credits: Collage: Thomas Kaiser; Portrait: Dominik Pelders

Schockverliebt

2012 war für mich ein aufregendes Jahr. Ich war das erste Mal zu Besuch in München, es war Sommer, und ich traf Conrad im Sub, wo er uns in die PR-Arbeit des Schwulenzentrums einführte, für das er arbeitete. Ich fragte mich sofort: Wer ist denn dieser gut aussehende Mann? Ehrlich gesagt war ich später ein bisschen geschockt, dass er so viel älter ist als ich.“

 

„Die Kyjiwer*innen besuchten uns zum Christopher Street Day. Der wollte in dem Jahr internationale Solidarität zeigen und hatte Aktivist*innen aus unserer Partnerstadt eingeladen. Nach der Podiumsdiskussion im Sub, in der es auch um eine mögliche Kooperation ging, stand Stas an der Theke und ich sprach ihn mit falschem Namen an. Er nahm mir das zum Glück nicht übel, denn ich war sofort fasziniert von ihm. Es begann eine aufregende Zeit.“

 

„Nicht nur, weil wir verliebt waren. Wir wollten mehr und begannen, mit den Communitys in Kyjiw und München die Kooperation zwischen unseren beiden Städten aufzubauen. Das ging alles recht schnell, wir hatten so viel Energie. Immer mehr Menschen machten mit, es folgte Projekt um Projekt.“

 

„Für mich war das Ganze ein großes Abenteuer. Die Ukraine - so weit im Osten war ich vorher noch nie. Und auch noch nie in einem so homo- und trans*-phoben Land. Ich lächelte auf der Straße ständig fremde Leute an, klar, auch Männer. Stas musste mir erklären, dass man das dort nicht darf. Dass das sogar ein Affront sein kann. Vielleicht war er nur eifersüchtig, aber mir wurde klar: Wir müssen hier etwas verändern.“

 

„Und so planten wir 2013 den KyivPride, an dem auch eine Münchner Gruppe teilnehmen sollte. Sie kamen mit Conrad; es war eine kleine Sensation. Und erst der Anfang von allem.“

 

„Ich war damals noch mit einem anderen Mann zusammen. Die Heimlichtuerei anfangs, dann die Trennung – das alles war nicht einfach. Stas aber wollte nicht mehr warten. 2017 heirateten wir standesamtlich in München und machten eine kleine Feier mit ukrainischem Essen und Wodka. Als im Sommer überraschend die Ehe für alle eingeführt wurde, heirateten wir im Oktober gleich nochmal – dieses Mal in der Kirche. Es war der schönste Tag in unserem Leben. Und Munich Kyiv Queer gibt es bis heute

 

Deutsch-ukrainische Hochzeit, 2017


Stanislav Mishchenko und Conrad Breyer haben sich 2012 beim CSD in München kennengelernt, der unter dem Motto „Fight for Global Rights – Solidarität kennt keine Grenzen“ stand. Stas, ein LGBTI*-Aktivist aus Kyjiw, war als Teil der ukrainischen Delegation zu Gast in der Partnerstadt. Heute sind die beiden verheiratet. München und Kyjiw kooperieren seit 1989 in vielen Bereichen, Menschenrechte kamen 2012 dazu. Damals entstand auch mit Hilfe der beiden Munich Kyiv Queer 

Foto-Credits: Lena Herrmann

Flagge zeigen

Erst bei Munich Kyiv Queer habe ich verstanden, dass ich unter internalisierter Homophobie leide. Es gab da diesen Moment, als ein Gast aus der ukrainischen Delegation, die zum CSD nach München gereist war, sagte: ‚Меня зовут Анжела Калинина, и я мама гея.‘ Auf Deutsch heißt das: ‚Ich heiße Anzhela Kalinina und ich bin Mutter eines schwulen Sohns.‘ Diese Worte in meiner Muttersprache haben mich angeekelt. Das war im Juli 2018 während der PrideWeek.

 

Nur wenige Tage später war ich selbst zum ersten Mal in meinem Leben auf einem CSD - zusammen mit meinen Lieblingsfreund*innen aus der Ukraine. Es gab keine Ekelgefühle mehr, ich empfand nur Freude, ganz unabhängig von Kultur, Land und Sprache. Auf meine Wange habe ich die Fahne meiner Heimat Russland gemalt, aber die Fahne, die ich auf dem Rücken trug, war ukrainisch. Meine Freundin Nina Verbytska hatte eine polnische Fahne dabei, weil sie, eine Ukrainerin, in Polen lebt. Und Tymur Levchuk wohnt weiter in der Ukraine. In München waren sie zu Gast auf dem CSD. 

 

Wegen des Krieges darf ich heutzutage kaum noch sagen, dass ich aus Russland komme und die Ukraine liebe. Meine Freund*innen bestärken mich darin, aber Fremde hinterfragen das, im schlimmsten Fall beschimpfen sie mich. Sie sagen, dass die beiden Länder nichts mehr miteinander zu tun haben. ‚Doch‘, sage ich dann. ‚Ich komme aus Russland, das ist meine Identität, und ich liebe die Ukraine.‘ Leider verstehen die Leute das heutzutage als Provokation. Also werde ich das nächste Mal die Fahne auf meine Wange noch größer auftragen, damit das zu Diskussionen führt. In Deutschland kann ich das machen; hier können alle Meinungen koexistieren. 

 

Ich hoffe, dass Russ*innen und Ukrainer*innen irgendwann wieder in Frieden miteinander leben können. Der gemeinsame Kampf um Menschenrechte bringt uns in der LGBTI*-Community jedenfalls schon mal näher. In beiden Ländern gibt es genug Homo- und Trans*-Phobie, um vereint dagegen anzukämpfen

 

CSD München, 2018

 
Kamil Safin kann sich schnell begeistern, wenn ihn etwas berührt. Für die LGBTI*-Bewegung in Osteuropa interessiert er sich seit Jahren, insbesondere in der Ukraine. Kamil kommt aus Russland und weiß, was es heißt, als Angehöriger einer Minderheit ausgegrenzt zu werden. Dabei liebt er sein Land. 2018 hieß er erstmals ukrainische Aktivist*innen zum CSD in München willkommen, ja für ihn selbst war die Teilnahme eine Premiere. Seitdem ist er mit ganzem Herzen dabei, wenn es darum geht, Menschenrechte für alle zu erkämpfen. Ein Jahr später schon fuhr er mit zum Pride nach Kyjiw

Foto-Credits: Collage: Nina Verbytska, Portrait: Laura Karg Fotografie 

Die große Chorbewegung

Birgit: An einem Julitag 2014 schickte Various Voices eine Einladung in die LGBTI*-Szene der Ukraine: Wäre es nicht schön, wenn 2018 ein Ensemble zum Chorfestival Various Voices nach München käme? An der Planung dieses Mega-Events saßen wir nämlich gerade. Leider gab es zu dem Zeitpunkt in der Ukraine noch keinen einzigen LGBTI*-Chor, wie uns Munich Kyiv Queer später erklärte. Deshalb war ich zunächst sehr verhalten in meiner Hoffnung, irgendwer werde schon auf das Schreiben reagieren. 

 

Ich war dann ehrlich überrascht, als ich nur wenige Monate später von Qwerty Queer hörte, einem Chor, der sich in Odesa gegründet hatte. Schon ein Jahr danach waren sie zu Besuch in München. Und die waren richtig gut! Eine Chorfreundschaft wuchs, die bereits fünf Jahre überdauert.

 

Über die Zeit schlossen sich auf unsere Initiative hin noch mehr Sänger*innen zusammen und ich habe mich wirklich gefreut, dass neben Qwerty Queer drei weitere Chöre in anderen Städten der Ukraine entstanden, die schließlich alle die Reise nach München antraten.

 

Doch zu den Sänger*innen von Qwerty Queer spüre ich bis heute eine besondere Verbindung. Es hat mich sehr bewegt, als sie am 9. Mai 2018 bei der Eröffnungsfeier von Various Voices in der Philharmonie auftraten. Ein unglaublicher Erfolg!

 

Stephanie: Endlich Odesa. Eine kleine Gruppe von Chorsänger*innen wollte endlich einmal die Menschen besuchen, die nun schon zweimal in München waren: die Sänger*innen unseres Partnerchores Qwerty Queer. Und wir wollten die Stadt kennenlernen, von der wir bisher immer nur gehört hatten.

 

Tagsüber streiften wir durch Odesa, die Altstadt mit ihrer Jahrhunderte währenden Geschichte; vom Riesenrad blickten wir auf Hafen und Meer. Abends saßen wir zusammen im Queer Home, dem Community Center der Gay Alliance Ukraine, wo Qwerty Queer probte, und schauten die Übertragung des Eurovision Song Contest an oder wir sangen gemeinsam ukrainische Lieder von schwer entzifferbaren Notentexten.

 

Am meisten ans Herz aber ging mir das Karaoke-Singen spät nachts bei Bier und Wodka: Jede*r sang Hits in der eigenen Sprache und manchmal wurde daraus ein Duett auf Englisch. Und schließlich trällerten wir auf Lalala bei den Schlagern der anderen mit. Denn Musik kennt keine Grenzen. Aus ihr spricht nur die Sprache der Herzen

 

Various Voices, 2014 bis 2018

 
Birgit Hermann arbeitet als Psychologin und Musik ist ihr großes Hobby. So sang sie lange beim Lesbenchor Melodiva, spielte im Rainbow Sound Orchestra. 2014 war Birgit an der Organisation des LGBTI*-Chorfestivals Various Voices beteiligt, das im Mai 2018 nach München kommen sollte. Nicht ohne ukrainische Beteiligung! Stephanie Hügler wiederum wirkt seit Jahren im Wissenschafts- und Medizinjournalismus. Sie spricht russisch und liebt ebenfalls Musik: Schon als Kind hat Stephanie Blockflöte und Geige gelernt, danach in Orchestern gespielt und in Chören gesungen. Als eine Freundin sie bat, Sängerinnen von Qwerty Queer aufzunehmen, die zu Various Voices kamen, sagte sie sofort zu.

Foto-Credits: Collage: R. Heine, Stephanie Hügler; Portraits: privat 

Das Designerduo Braty 

„Unsere Freund*innen von Munich Kyiv Queer haben uns gefragt, ob wir uns vorstellen können, Herzensmomente ihrer Geschichte künstlerisch umzusetzen. Über ihre Erzählungen haben wir erfahren, mit wie viel Liebe sie sich ehrenamtlich engagieren. Das hat uns begeistert.“

Diese Ausstellung ist eine Kooperation von

Münchenstift GmbH

Um eine gute Pflege und Betreuung für alle Münchner*innen leisten zu können und Bewohner*innen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ein Gefühl von Zuhause zu vermitteln, ist die MÜNCHENSTIFT seit 2014 auf dem Weg der Öffnung der Langzeitpflege für LGBT*. 

 Munich Kyiv Queer

Die Kontaktgruppe versteht sich als Schnittstelle zwischen der Münchner sowie der Szene in Kyjiw und anderer ukrainischer Städte; wir initiieren, vermitteln, konzipieren, koordinieren und setzen Projekte allein oder gemeinsam mit den Gruppen und Vereinen der jeweiligen Communitys um.